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Fleischlose Kost für Hund und Katze Die Wahrheit über Tiernahrung
Quelle: PETA Fact-Sheets 11. Abdruck mit der freundlichen Genehmigung von PETA
Wenn Sie Ihre Haustiere bisher mit kommerziellem Tierfutter ernährten, haben Sie möglicherweise deren Gesundheit gefährdet. Die im Supermarkt
erhältlichen Tierfutter setzen sich oft aus zerkleinerten Tierteilen zusammen, die von den Fleischbeschauern als ungeeignet für den menschlichen Verzehr erachtet wurden.
Oft kommt Fleisch von Tieren ins Futter, die unter eine der vier Kategorien - tot, sterbenskrank, von einer Krankheit befallen oder körperbehindert - fallen. Viele dieser
Tiere sind an Infektionen eingegangen, an Wasserentzug oder weil sie extremer Hitze oder Kälte ausgesetzt waren. Mit Ausnahme einiger weniger Fälle ist es in den USA völlig
legal, unbrauchbare Teile von Hühnern zu entfernen und diese dann an Tierfutter- Hersteller zu verkaufen. So enthalten z.B. einige Billig- Trockenfutter zermahlene Federn. Bei
den Hühner-Inspektionen werden oft deformierte oder von Tumoren zerfressene Beine abgetrennt und für den nicht-menschlichen Verzehr aussortiert. Außerdem enthalten die meisten
Tierfutter dieselben Hormone, Pestizide und Antibiotika, die man auch in kommerziellen Fleisch-produkten für Menschen findet. Sollten Sie sich also Gedanken über die
Gesundheit Ihres Haustieres und über die Grausamkeiten der Fleischindustrie machen, dann ist die Zeit jetzt reif, vom Kauf fleischlicher Tiernahrung Abstand zu nehmen.
Vegetarische Hunde und Katzen
Viele Vegetarier und Veganer ernähren ihre Haustiere mit gesunder, fleischloser Kost. Studien haben bewiesen, daß die im Zusammenhang mit dem
Fleischverzehr zu sehenden Leiden der Menschen, wie z.B. Allergien, Krebs, Nieren-, Herz- und Knochenprobleme, auch viele Tiere befallen. Die Nährwert-Bedürfnisse von Hunden
können durch eine vegane Ernährung leicht befriedigt werden, jedoch sind Katzen da etwas komplizierter. Sie brauchen eine bestimmte Dosis Taurin, Vitamin A und Arachidonsäure.
Glücklicherweise hat James Peden, der Autor von "Vegetarische Hunde- und Katzenernährung", Vegepet- Zusätze entwickelt, mit denen die in seinem Buch aufgeführten
vegetarischen und veganen Rezepte für Hund und Katze angereichert werden. Sie sind ausgeglichen in ihren Nährwerten, und es gibt sie auch als spezielle Rezepte für
Katzenkinder und Welpen sowie für säugende Katzen und Hündinnen.
Mancher mag sich wohl fragen, ob es grausam ist, auf Fleisch bei der Hunde- und Katzenernährung zu verzichten. Die Antwort ist "NEIN". Hunde
und Katzen, die vegetarisch oder vegan leben, genießen sowohl ihr Futter als auch ihre gute Gesundheit. Auch aus ethischer Sicht entspricht ein vegetarisches Futter der
Tierrechts-Philosophie. In der freien Wildbahn ernähren sich die Tiere gewöhnlich auch von einer Menge Grünzeug. Im übrigen müßten Sie Ihrem Tier, wollten Sie es wirklich
"natürlich" ernähren, ganze Mäuse zur Verfügung stellen oder es ihm ermöglichen, selbst zu jagen, was gegenüber einheimischen Vogelarten oder anderen Kleintieren
unfair wäre, da domestizierte Katzen und Hunde aus der Nahrungskette entfernt wurden und Vorteile besitzen, die wilden, freilebenden Tieren fehlen.
Wichtige Zusatzstoffe
Die Herstellung von Hundefutter ist einfach, da Hunde - wie Menschen - Allesfresser mit einem normalerweise gesunden Appetit sind. Sie finden
vegetarische und vegane Rezepte für Hunde am Ende von "Vegetarische Hunde- und Katzenernährung", oder wenden Sie sich an PETA, wenn Sie vegane Rezepte für Tierfutter
möchten. Es ist wichtig, die Vorgaben sorgfältig zu beachten. Falls Sie die Zutaten ändern, gehen Sie sicher, daß Sie dadurch das Gleichgewicht der Nährstoffe nicht stören.
Erhält ein Hund zu wenig Protein, Kalzium oder Vitamin D, könnte dadurch seine Gesundheit gefährdet werden.
Außerdem benötigen manche Hunde eine Aminosäure namens L-Carnitin, mit der kommerzielle Hundefutter nicht generell angereichert werden und die auch in
hausgemachter Hundenahrung unzureichend vorhanden sein kann. Ein Mangel an diesem Nährstoff kann eine linksseitige Herzerweiterung (Kardiomyopathie) hervorrufen, eine
ernsthafte Krankheit, bei der das Herz groß und schlaff wird und seine Funktion nicht mehr länger wahrnehmen kann. Dieses Leiden befällt im allgemeinen Hunde mittleren Alters,
die aufgrund ihrer Rasse, Größe, ihrer individuellen genetischen Veranlagung oder aufgrund ihrer Ernährung einen Mangel an L-Carnitin aufweisen. Ein L-Carnitin- Zusatz ist bei
Ihren örtlichen Apotheken erhältlich. Katzen sind gewöhnlich wählerischer als Hunde, und ihre ernährungsbedingten Bedürfnisse sind komplizierter. Katzen brauchen eine
beachtliche Menge an Vitamin A, das für die Produktion von Karotin wichtig ist. Ungenügende Mengen davon können einen Hörverlust, Haut- und Knochenprobleme sowie Probleme des
Verdauungssystems und der Fortpflanzungsorgane hervorrufen. Katzen brauchen Taurin unbedingt. Eine Katze, der Taurin fehlt, kann ihre Sehkraft verlieren und Herzprobleme
bekommen. Kommerzielle Tierfutter- Hersteller reichern ihr Futter oft mit Taurin an, das aus Mollusken gewonnen wird. James Peden hat pflanzliche Quellen sowohl für die
Gewinnung von Taurin als auch für die von Arachidonsäure, einem weiteren wesentlichen Nährstoff für Katzen, gefunden. Er entwickelte daraus die von Vegetariern anerkannten
Zusätze Vegecat und Vegekit, mit denen die Rezepte in seinem Buch einfach angereichert werden können.Hunde und Katzen, die nur gekochte oder verarbeitete Nahrung zu sich
nehmen, profitieren (wie Menschen!) von Verdauungsenzymen, die der Nahrung zugesetzt wurden. Diese sind bei Ihren örtlichen Naturkostläden erhältlich.
Fragen Sie auch in Naturkostfachgeschäften nach Bello's Crunchy oder Bello's Crackers oder wenden Sie sich direkt an die Unicorn GmbH, Breitestr. 18,
41460 Neuss, Tel: 02131-41502 und fragen Sie nach einem Geschäft in Ihrer Nähe. Oder fragen Sie in Ihrem Zoogeschäft nach Orginal Recipe, die ebenfalls ein veganes Produkt
vertreiben.
Sollten Sie sich dazu entschließen, Ihr eigenes vegetarisches Hunde- oder Katzenfutter herzustellen, empfehlen wir Ihnen, "Vegetarische Hunde- und
Katzenernährung" zu lesen um sicherzugehen, daß Sie die Bedürfnisse von Hunden und Katzen in bezug auf ihre Nährstoffe richtig erkannt haben. Dieses Informationsblatt
erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Das Buch enthält mehrere Rezepte und hilfreiche Hinweise.
Anpassungsphase
Um den Übergang zu einer vegetarischen oder veganen Ernährung zu erleichtern, mischen Sie am besten das vegetarische Futter unter das, was sie
normalerweise füttern. Ändern Sie das Mischungsverhältnis stufenweise, bis gar kein Fleisch mehr dabei ist. Für den Fall, daß Sie bei Ihrem Haustier auf Widerstand stoßen,
überreden Sie es, indem Sie Soja-Drink, Nährhefe, Spirulina, vorübergehend eine Extraportion Öl, Tomatensauce, Avocado, struktuiertes Pflanzeneiweiß, Knoblauchpulver oder
andere Gewürze untermischen und das Futter warm servieren. (Die meisten Hunde lieben Spaghetti!) Viele Katzen mögen Melonenstückchen mit aufgestreuter Nährhefe, die meisten
aber pürierte Kichererbsen. Falls Ihre Haustiere süchtig nach Futter aus dem Supermarkt sind, kann es eine Weile dauern, bis sie sich umgestellt haben. Geraten Sie nicht in
Panik, wenn sie anfangs einmal eine Mahlzeit auslassen; in der freien Natur fasten Tiere des öfteren - das ist ganz natürlich und auch gut für sie.
Rezept für Hunde-Kekse
9 Tassen Vollkornmehl 1 Tasse Nährhefe 1 EL Salz 1 EL Knoblauchpulver 1 EL Vegedog (für eine optimale Ernährung)
(falls gewünscht, ersetzen Sie 2 Tassen des Vollkornmehls durch jeweils 1 Tasse gemahlener Nüsse oder Samen und 1 Tasse Hafermehl).Mischen Sie die
trockenen Zutaten. Fügen Sie ca. 3 Tassen Wasserdazu. Kneten Sie alles zu einem ausrollbaren Teig. Rollen Sie diesen in einer Stärke von 4 Millimeter aus. Schneiden Sie ihn in
die gewünschte Form. Backen Sie die Teile 10-15 Minuten lang bei 180 Grad. (Wichtig: Lassen Sie die Biscuits nach dem Ausschalten des Backofens über Nacht oder wenigstens für
eine Dauer von 8 Stunden im Ofen, damit sie hart und knusprig werden.)
Doggy's Favorite
2-3 kg Roggenvollkornmehl 2 kg Weizenvollkornmehl ca. 100-150 g Soja-Granulat ca. 100-150 g Soja-Flocken 500 g Dinkel (Körner)
500 g Grünkern (Körner) 300 g Buchweizen Weizenkleie ca. 250 g Sesamsaat ca. 100-150 g Leinsamen ca. 100-150 g Sonnenblumen-kerne ca. 100-150 g Kürbiskerne
Hefe-Würzflocken 3-4 EL Jod-Fluorid-Meersalz ca. 150-200 ml Olivenöl Wasser
Weitere mögliche Zutaten: Soja-Würfel alle Sorten Vollkornflocken Tahin oder Gomasio (Sesampaste ohne/mit Salz) Miso (Würzpaste)
Bei Verwendung dieser sehr nährstoffreichen und teilweise gesalzenen Zutaten ggf. kein Salz mehr zusetzen.
Die Mengen an Körnern und Kernen können großzügig variiert werden. Zutaten ohne Mengenangaben ganz nach Gutdünken und Gefühl, jedoch nicht zuviel Soja
verwenden, da dies den Teig lockert, was ja nicht erwünscht ist. Gleiches gilt für Soja- und Dinkelmehl anstelle von Weizenmehl.
Körner am besten zuvor in reichlich heißem Wasser etwas aufweichen. Alle Zutaten zu einem Knet- teig verarbeiten, der nicht mehr klebt und möglichst
trocken ist. Faustgroße, nicht zu dicke Hundebrote formen (ca. 3cm Durchmesser), dabei die Hände immer wieder mehlen. Eng auf ein Backblech mit Backpapier legen.
Bei ca. 180 Grad C eine gute Stunde backen. Gut auskühlen lassen (am besten über Nacht im Backofen bei leicht geöffneter Tür). Nochmals backen. Sollten
die Hundebrote nach dem vollständigen Auskühlen innen immernoch brotartig, also etwas weich sein, müssen sie nochmals gebacken werden. Erst wenn sie nach dem vollständigen
Auskühlen knüppelhart sind, sind sie fertig. Darauf achten, daß die Backhitze nicht zu groß ist, sonst werden die Hundebrote zu dunkel. Ggf. Hitze und/oder Einschubhöhe
änderen.
Hundebrote nach sorgfältigem, vollständigem Auskühlen (am besten nach 1-2 Tagen) in Vorrats- behältern gut verschlossen aufbewahren. Halten sich sehr
lange. Ergibt ca. 80-90 Hundebrote. Natürlich können Sie auch kleinere Mengen backen. Verringern Sie dann die Mengen der einzelnen.
Zutaten einfach entsprechend. Ein Hundebrot kostet weniger als 50 Pfennig, selbst dann, wenn alle Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau und daher
etwas teurer sind.
Hundekuchen
770 g Mehl 225 g Haferflocken 110 g Hefeflocken 1 Eßl. Knoblauchpulver oder frische gehackte Knoblauchzehen
1 Eßl. getrocknete Petersilie oder 25 g frische Petersilie 1/2 Teel. Salz 2 Eßl. Kalziumkarbonat 1 kleine geraspelte Karotte 55 ml Pflanzenöl
Trockene Zutaten mischen. Das Öl, die Karotte und ca. 3 Tassen Wasser dazugeben. Zu geschmeidigem Teig verarbeiten. Teig ausrollen und Förmchen ausstechen.
Bei 180 Grad C 10-15 Minuten backen. Temperatur auf 70 Grad C zurückschalten und Kuchen im Ofen lassen, bis er hart und knusprig ist (4-6 Stunden).
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